Tante Rosa ist da …
oder wie auch immer das heißt, wenn frau ihre Menstruation bekommt. Was daran so besonders ist? Naja, am letzten Tag meiner letzten Regel kam der “Menstruationsbecher”. Und jetzt konnte ich ihn ausprobieren.
Was das ist, und woher ich davon erfahren habe? Hier: im Mädchenblog.
Ich finde es ja schon schlimm, dass ich (und wohl die meisten Frauen) mein halbes “Menstruationsleben” lang von diesen Bechern noch nie gehört habe. Wenn die Haltbarkeitsdauer hält was sie verspricht, brauche ich mir in Zukunft keinen Ersatz mehr zu kaufen. Warum machen die denn keine Werbung? Binden- und Tamponwerbung gibt es doch auch.
Hier auf jeden Fall mein Erfahrungsbericht. Für harte Frauen nach dem Klick
Gleich nachdem ich den Becher erhalten hatte, hatte ich einen “Trockentest” gemacht, der mir wenig Hoffnung gemacht hatte, dass ich das “schaffe”.
Gestern schnappte ich mir dann zuerst – nein, nicht den Becher, sondern den PC, um mir nochmals ein paar Erfahrungsberichte zu Gemüte zu führen. Das zu tun hat sich als sehr richtig rausgestellt. Danach habe ich den Becher ausgekocht (sicher ist sicher) und mit dem Einsetzen begonnen. Das ging besser, als ich nach meinen Tests vermutet hatte. Allerdings hatte ich zuerst das Gefühl, er sitzt zu weit oben. Unbequem. Wieder raus, nochmals eingesetzt.
Stopp, Pause: Wieder raus war nämlich alles andere als einfach. Ohne die Erfahrungsberichte aus dem Netz hätte ich Panik geschoben. Ich habe ihn plötzlich nicht mehr gefühlt. Dann hatte ich das Rückholteil zwar zwischen den Fingern, aber bekam es trotzdem nicht richtig raus. Da überlegte ich mir dann, wen ich holen sollte, falls ich es nicht schaffe. Ich hatte mich schon für einen Besuch beim Frauenarzt entschieden, als ich den Becher besser zu fassen bekommen hatte, ihn ein wenig zusammendrücken konnte – und draußen war er. Dabei war mir ein Tipp ganz hilfreich: Luft holen, entspannen, pressen, dann kommt der Becher von selbst weiter runter, und man kann ihn greifen.
Naja, ganz mutig wieder eingesetzt; diesmal das Gefühl gehabt, er sitze zu weit unten. Wieder raus (immer noch anstrengend, aber jetzt wusste ich ja Bescheid), und beschlossen es abends vor dem Zubettgehen zu versuchen. Wenn ich liege, spüre ich das vielleicht nicht so. Gesagt getan. Nachts nochmals eingesetzt – und perfekt.
Oft muss ich in der zweiten Nacht nochmals raus und Binden wechseln – diese Nacht nicht. Allerdings war es knapp. Als ich morgens aufgestanden bin, hatte ich das Gefühl noch eine Stunde und es hätte “geleckt”. Aber sicherheitshalber trage ich noch Binden/Slipeinlagen.
Raus gings heute morgen ohne Probleme, allerdings war es eine ziemlich blutige Angelegenheit…
Und jetzt muss sich das Ding bei Tag bewähren. Bin mal gespannt.
Hier noch ein paar Links:
- Falttechniken (englisch)
- Deutschsprachige Kundenbewertungen bei Globetrotter
- weitere englischsprachige Links im Mädchenblog
Nachtrag: So, mein (vorläufiger) Endbericht.
Statt mich (nur) im Internet zu informieren, hätte ich nochmals die Gebrauchsanweisung lesen sollen. Nachdem es “geleckt” hatte, habe ich nämlich festgestellt, dass ich nicht alles richtig gemacht hatte. Außerdem muß ich wohl ein bißchen Beckenbodentraining machen … Trotzdem bin ich voll überzeugt. Ich habe sehr viel weniger Binden gebraucht als normal. Für unterwegs das anzuwenden fühle ich mich noch nicht sicher genug. Außerdem stelle ich mich ein bißchen an. Atemnot als Nebenwirkung ist wirklich ein bißchen übertrieben. Bis zur Lunge kann es doch nicht hochrutschen …
Fazit: Auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Auch wenn es vielleicht nicht hundertprozentig sitzen sollte- eine Slipeinlage statt 2 oder 3 Binden hat ‘ne Menge gespart (für alle Mitschwäbinnen und Mitschottinnen). Und sicherer habe ich mich trotzdem gefühlt. Übrigens war ich bisher überzeugte Bindenanwenderin; die paar Mal, die ich Tampons verwendet habe … Für Frauen, die bisher sowieso immer Tampons genommen haben, dürfte es überhaupt kein Problem sein (trotzdem: vorher Gebrauchsanweisung lesen, es gibt ein paar Unterschiede).
